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Goethes Faust als Puppentheater glänzend inszeniert

Zum zweiten Mal präsentierte Ralf Kiekhöfer vom toefte-Theater für Schüler/-innen der Oberstufe seine besondere Inszenierung des klassischen Dramas als Puppentheater.

Goethes Faust Goethes Faust
Goethes Faust Goethes Faust

Goethes Faust: Ein unzufriedener und lebensmüder Gelehrter schließt mit dem Teufel einen Pakt: Er tauscht seine Seele gegen stetige Zufriedenheit und Abwechslung. Gesagt, getan. Der Teufel Mephisto, stets bemüht, den Gelehrten Faust vom rechten Weg abzubringen, verwandelt ihn zurück in einen jungen Mann. Die Tragödie nimmt ihren Lauf, Faust verliebt sich mit Hilfe eines vom Teufel gemischten Liebestranks in das junge naive Gretchen und schwängert diese. Er sorgt dafür, dass sie ihre Mutter und auch später, halbverrückt vor Liebeskummer, das gemeinsame Kind umbringt. Auch am Ende des Stückes kann er das Gretchen, im Kerker eingesperrt wegen ihrer Straftaten, nicht von einer Flucht überzeugen, um sie vor dem bevorstehenden Tod zu retten.

Goethes Faust - das klassische deutsche Drama schlechthin. Vorgabe für den Deutschunterricht im Rahmen des Zentralabiturs noch bis zum Jahr 2019. Ralf Kiekhöfer hat mit seinem toefte-Theater das Stück als Puppentheater inszeniert und spielte mit 21 verschiedenen selbstgefertigten Puppen am 10. November 2017 zum zweiten Mal für die Oberstufenschüler/-innen der Q1.

Für die mit vielen überraschenden Details und moderner Musik ausgeschmückte Inszenierung erntete er am Ende wieder großen Applaus der jungen Erwachsenen, die als Publikum gekonnt mit einbezogen wurden. So verteilte der verzauberte Faust Rosen an die anwesenden Damen und machte ihnen Komplimente. Mit immenser Einfühlungskraft schaffte es Ralf Kiekhöfer, die Grenze zwischen Realität und Puppenwelt verschwimmen zu lassen. Und das, obwohl die Puppen keinesfalls nur untereinander agierten, sondern manchmal auch mit dem Menschen, der sie führt. So braucht Mephisto beispielsweise den Puppenspieler, weil nur dieser den vergifteten Faust wieder zum Leben erwecken kann. „Mach mal!“, raunzt die Mephisto-Puppe ihren Spieler lässig an; und der gehorcht selbstverständlich dem Teufel.

Deutschlehrer Thomas Kranz erklärt, was der Besuch des Theaterstücks leistet: „Gerade die besondere Form der Inszenierung regt dazu an, sich noch einmal anders mit den klassischen Figuren auseinander zu setzen und dezidiert die Frage nach der Modernität des Stoffes in den Blick zu nehmen.“ Die Erfahrungen mit der Inszenierung seien sicherlich sehr hilfreich bei der Vorbereitung auf die späteren Abiturprüfungen. Dass das toefte-Theater jetzt in Wassenberg spielte, bezeichnet er deshalb als Glücksfall. „Zum Schulprogramm gehört aber auch, dass wir immer wieder mit unseren Kursen nach Düsseldorf, Köln oder Aachen fahren, um dort und Aufführungen von Stücken zu besuchen, die im Unterricht besprochen werden.“

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