Kontakt:

Betty-Reis-Gesamtschule
Birkenweg 2
41849 Wassenberg
Tel.: 02432/4918-0
Fax: 02432/4918-100

„Liebe ist stärker als Hass“ - BRG gedenkt der Reichspogromnacht

Gedenkfeier am Synagogenplatz (Foto: Daniel Gerhards, Heinsberger Zeitung)
Gedenkfeier am Synagogenplatz (Foto: Daniel Gerhards, Heinsberger Zeitung)

Nicht zuletzt aufgrund ihres Schulnamens sieht sich die Betty-Reis-Gesamtschule in besonderer Weise verpflichtet, ihre Schülerinnen und Schülern mit der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft zu konfrontieren. Erstmals fanden zum Gedenken an die Reichspogromnacht am 10. November 2017 zwei zeitgleiche Gedenkfeiern in Wassenberg und Bergen-Belsen statt.

Gedenkfeier zur Reichprogromnacht  Gedenkfeier zur Reichprogromnacht

Ca. 50 Schüler/-innen aus dem achten Jahrgang waren im Vorfeld zur Gedenkstätte Bergen-Belsen gefahren und nahmen dort an einem politischen Seminar teil. Am Morgen des 10. Novembers suchten die Schüler/-innen den Gedenkstein für Betty Reis auf, während parallel dazu in der Wassenberger Unterstadt am Erinnerungsplatz der vor 69 Jahren zerstörten Synagoge die zweite Gedenkfeier gehalten wurde. Beide Gedenkfeiern standen unter dem Motto „Liebe ist stärker als Hass - gegen das Vergessen“ und waren von den Schüler/-innen des achten Jahrgangs in Verbindung mit der SV und Vertreter/-innen aus dem Team „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“, das von den Lehrerinnen Theresa Buyel und Sabrina Gerres geleitet wird, vorbereitet worden. Als Gastredner der Veranstaltung auf dem Synagogenplatz traten Zeitzeuge Karl Lieck und der ehemalige stellvertretende Schulleiter Sepp Becker, zugleich aktueller Vorsitzender des Heimatvereins, auf und nahmen die Schüler/-innen mit auf eine Zeitreise in die Vergangenheit. Karl Lieck reflektierte seine Schulzeit im Nationalsozialismus, und Sepp Becker erklärte wichtige Aspekte aus der Geschichte des jüdischen Lebens in Wassenberg.

Gedenkfeier zur Reichprogromnacht  Gedenkfeier zur Reichprogromnacht

Dr. Ludger Herrmann erläutert als didaktischer Leiter die allgemeine Zielsetzung dieser und anderer Aktionen der Schule: „Wir wollen systematisch zu einem kritischen Geschichtsbild beitragen. Aber immer unter dem Gesichtspunkt, dass die Kinder und Jugendlichen heute agieren müssen.“ Die Gedenkfeiern stellen hierfür ein Beispiel dar. Doch die Schule geht noch viel weiter und möchte in diesem Jahr als „Schule ohne Rassismus“ zertifiziert werden. Die hierfür notwendigen Unterschriften von Schüler/-innen und Lehrer/-innen seien bereits gesammelt, erklärt Nora Ongaro, Schülersprecherin und Mitglied des Vorbereitungsteams, und nimmt Bezug zum aktuellen Problem des aufkommenden rassistischen Denkens. „Egal, wohin wir schauen, sei es Polen, Österreich, Frankreich, USA oder unser eigenes Land. Rechtspopulisten erlangen immer mehr Macht.“ Hier sei es wichtig, aktiv zu werden und klar Stellung zu beziehen. Mit den Aktionen zur Reichpogromnacht ist dieses der Betty-Reis-Gesamtschule wieder einmal hervorragend gelungen.

Gedenkfeier zur Reichprogromnacht Gedenkfeier zur Reichprogromnacht

Zukunftsschulen NRW
Landesprogramm Bildung und Gesundheit
Schulentwicklungspreis Gute gesunde Schule
Jugend debattiert
Europaschule in NRW