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Betty-Reis-Gesamtschule
Birkenweg 2
41849 Wassenberg
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Schule ohne Rassismus: Theater und Workshop an der BRGE

Theater gegen Rechts
Theater gegen Rechts

In Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendamt Heinsberg kam es an der Betty-Reis-Gesamtschule Wassenberg kurz vor Weihnachten zu zwei Aufführungen des Stückes „ÜBERdasLEBEN oder meine Geburtstage mit dem Führer“ von Beate Albrecht, welches den Alltagswiderstand vor dem Hintergrund der Gräuel der NS-Zeit thematisiert. Für 20 Schüler/-innen des 9. Jahrgangs fand der Theaterbesuch jetzt noch eine besondere Fortsetzung. Unter Leitung von Beate Albrecht und zwei Schauspieler/-innen konzipierten sie in einem vierstündigen Workshop ein eigenes Stück zum Thema „Rassismus“.

Theater gegen Rechts  Theater gegen Rechts

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„Zunächst haben wir Ideen gesammelt und ein Thema für unser Stück gesucht“, erklärt Ian M.. Im Mittelpunkt stand eine Familie, die für einen tragischen Unfall eine Flüchtlingsfamilie verantwortlich macht, in die rechte Szene abdriftet und sich an Überfällen auf das Flüchtlingsheim beteiligt. Als die wahre Unfallursache geklärt ist, setzt bei der Familie ein Lernprozess ein, der in eine versöhnliche Szene mündet. „Toll dabei war, dass wir unsere eigenen Vorstellungen einbringen konnten und alles selbst bestimmt haben“, blickt Evelyn N. zurück und Jonas L. ergänzt: „Die Profis haben uns immer wieder Tipps gegeben, wie wir unsere Ideen noch besser umsetzen können.“ Violeta K. zieht so das allgemeine Fazit: „Der Workshop war ein voller Erfolg. Ich würde so etwas jederzeit wieder mitmachen und kann es nur empfehlen!“ Auch die Bilanz von Sozialarbeiterin Julia Nußbaum, die als Vertreterin der Schule den Workshop begleitet hat, fällt sehr positiv aus. „Beate Albrecht und ihr Team haben es geschafft, in kurzer Zeit die Schüler/-innen auf ein gemeinsames Ziel einzuschwören. Die eigene kreative Auseinandersetzung mit dem Problem des Rassismus stellt eine äußerst gelungene Form der Präventionsarbeit dar.“ 

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Damit knüpfte der Workshop sehr gut an das zuvor gesehene Theaterstück an. Dessen Inhalt: Zu Hitlers Machtübernahme 1933 ist Anni 9 Jahre. Sie, ihre Freunde und ihre Eltern geraten mehr und mehr in den Strudel der historischen Ereignisse. Einige von ihnen werden Anhänger der NS-Diktatur und marschieren mit, andere versuchen, sich der alles beherrschenden Ideologie zu verweigern oder dem Terror zu entfliehen. Anni schließt sich einer Gruppe von Jugendlichen an, die auf den Drill der Hitlerjugend keine Lust hat. Anfangs noch in Auflehnung gegen die Gleichmacherei, tritt die Gruppe mehr und mehr in den aktiven Widerstand. Als Anni jedoch gefangen genommen wird, entwickelt sich ihr Kampf um ein gerechtes Leben zu einem Kampf ums Überleben. Ihr jährlicher Geburtstag am 20. April fällt auf den Geburtstag des Führers, treibt das Geschehen voran und zeigt das Leben und „ÜBERLEBEN“.

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Natürlich wisse sie als Betty-Reis-Schülerin schon sehr viel über den Nationalsozialismus, doch betonte Leonie S. in der abschließenden Gesprächsrunde mit den Schauspieler/-innen schon die hohe Qualität der inszenierten Darstellung: „Die Geschichte ist uns so noch einmal viel deutlicher gemacht worden.“ „Es war schon eine echt brutale Zeit. Das wurde insgesamt sehr deutlich!“, ergänzt ihr Mitschüler Felix P.. Hierfür verantwortlich war auch das eindringliche Spiel der Akteure auf der Bühne. Drei Schauspieler/-innen wurden ergänzt durch einen Tänzer und einen Musiker. Großes Lob fanden auch das Bühnenbild, bei dem eine Vielzahl von Koffern in wechselnden Funktionen benutzt wurden und gewollte Assoziationen zu einer Wohnung, Möbeln oder KZ-Mauern hervorriefen, sowie die musikalische Gestaltung.

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Dr. Ludger Herrmann dankte nach der Aufführung insbesondere Frau Brigitte Hocks vom Kreisjugendamt für das finanzielle Engagement, welches ermöglichte, dass ein kompletter Jahrgang das Stück kostenlos besuchen konnte.

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